# Mit deinem Voice-Stack verbinden

Eingehende Anrufe per SIP an deinen Agenten leiten und ausgehend über deine Nummer telefonieren.

> Early Access: Die Schnittstellen sind als Entwurf dokumentiert. Befehle, Pakete und Endpunkte vor der Nutzung mit uns abstimmen.

Quelle: https://trunkbeam.com/docs/sip

## Eingehende Anrufe

Jede Nummer zeigt auf ein SIP-Ziel. Dorthin schicken wir jeden eingehenden Anruf.

```bash
trunkbeam numbers update +493023125417 --sip sip:agent@voice.example
```

Mehrere Ziele gehen der Reihe nach, wenn das erste nicht antwortet. Als letztes Ziel ist auch eine normale Rufnummer erlaubt, zum Beispiel dein Büro:

```bash
trunkbeam numbers update +493023125417 \
  --sip sip:agent@voice.example \
  --fallback sip:backup@voice.example \
  --fallback +4930123456
```

Im SIP-INVITE bekommst du die Nummer des Anrufers im `From`-Header und deine gewählte Nummer im `To`-Header. So kann dein Agent pro Nummer anders reagieren.

## Ausgehende Anrufe

Für ausgehende Anrufe legst du einen SIP-Trunk an. Du bekommst Host, Benutzername und Passwort, die du bei deiner Voice-Plattform einträgst.

```bash
trunkbeam trunks create --name vapi-produktion
```

```text
Host:      sip.trunkbeam.com
Benutzer:  trk_4c1e9
Passwort:  (wird einmal angezeigt)
Rufnummern: alle Nummern deines Kontos
```

Als Absender sind nur Nummern aus deinem Konto erlaubt. Andere Absender lehnen wir ab, damit niemand mit fremden Nummern telefoniert.

## Einrichtung bei deiner Plattform

Die Voice-Plattformen nennen das meist „Bring your own SIP trunk“, „Custom telephony“ oder „SIP trunk“. Der Ablauf ist überall ähnlich:

1. Bei der Plattform einen SIP-Trunk mit Host `sip.trunkbeam.com` und den Zugangsdaten von oben anlegen.
2. Deine Nummer bei der Plattform eintragen und dem Agenten zuweisen.
3. Die SIP-Adresse, die die Plattform für eingehende Anrufe nennt, bei uns als Ziel setzen.

## HD-Telefonie mit G.722

TrunkBeam unterstützt HD-Telefonie mit dem Breitband-Codec **G.722**. Der Codec überträgt einen größeren Sprachfrequenzbereich als klassische Schmalband-Telefonie.

HD-Qualität setzt voraus, dass Endgerät, Voice-Plattform und der gesamte Verbindungsweg Breitbandaudio unterstützen. Auf der SIP-Verbindung müssen die beteiligten Systeme einen passenden Codec aushandeln. Ein HD-fähiges Telefon allein reicht nicht aus, wenn eine andere Teilstrecke nur Schmalband-Audio überträgt, etwa mit G.711. Eine spätere Umwandlung in G.722 stellt die dabei verlorenen Frequenzen nicht wieder her.

Das gilt auch beim Durchstellen: Ob die Verbindung zum neuen Ziel HD-Qualität bietet, hängt von dessen Endgerät und dem Verbindungsweg ab.

Technischer Hintergrund: [ITU-T G.722](https://www.itu.int/rec/T-REC-G.722/en) und [Codec-Aushandlung mit SDP nach RFC 3264](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3264.html).

## Technische Eckdaten

| | |
| --- | --- |
| Signalisierung | SIP über TLS (Port 5061), UDP und TCP (Port 5060) |
| Medien | SRTP und RTP |
| Codecs | G.711 A-law (PCMA), G.711 µ-law (PCMU), G.722, Opus |
| DTMF | RFC 2833 (telephone-event) |
| Rufnummernformat | E.164, zum Beispiel `+493023125417` |

Die IP-Bereiche für Firewall-Freigaben veröffentlichen wir zum Start.
